Römer in Oberösterreich haben Zukunft!
365 km oberösterreichische RömerradrundeDer Donausteig zwischen Passau und Grein lässt seit Juli 2010 Wanderherzen höher schlagen. Im zweiten Jahr seines Bestehens ist der Donausteig nach einer erfolgreichen Wandersaison im Frühjahr und Sommer auch jetzt in diesem sonnigen Herbst sehr gut besucht. In allen Gemeinden entlang des Donausteigs wurden Start-, Rast- und Panoramaplätze mit einheitlichen Donausteig-Möbeln und Infotafeln errichtet. Auf den Tafeln finden sich interessante Informationen über die Region und den Naturraum Donau. Ganz nach dem Motto „einfach sagenhaft“ fügen auch 120 Donausagen – neu verfasst von Helmut Wittmann mit Illustrationen von Jakob Kirchmayr – jeder Tafel eine weitere Facette hinzu und begleiten somit wie ein roter Faden die Wanderer am Donausteig.
Neue Rastplätze am Donauradweg
Dieser Tage wurden auch am Donauradweg – zusätzlich zu jenen am Donausteig – Rastplätze errichtet. Auf Europas Radweg Nummer 1 sind jährlich etwa 450.000 Radler in den 3 Donau-Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Wien unterwegs, die allerdings auch immer wieder Interesse an einer Wanderung entlang der Donau zeigen. Während auf den Donausteig-Rastplatztafeln unter anderem die Donausagen zu finden sind, beinhalten die Tafeln am Radweg neben den Informationen über den Donausteig auch geschichtliche Hinweise auf die Römer und den Römischen Donaulimes.
365 km Römerradrunde: Passau – Salzkammergut – Enns – Linz – Passau
Seit einigen Jahren gibt es den Römerradweg in Oberösterreich, der sich von Passau über das Innviertel, den Attersee, Wels, Traun und St. Florian bis Enns, die älteste Stadt Oberösterreichs, die von den Römern gegründet wurde, erstreckt.
Nun wird auch der Donauradweg zwischen Enns und Passau in die Streckenführung integriert. Die dadurch entstehende Römerradrunde führt entlang der wichtigsten oberösterreichischen Flüsse – Inn, Traun, Enns und Donau – durch unterschiedlichste Landschaften in allen vier Vierteln Oberösterreichs.
Mit 365 km ist die Römerradrunde vergleichbar mit der Länge des Donauradwegs zwischen Passau und Wien.
Durch die neu errichteten Informationstafeln entlang des Donauradwegs ist auch dieser Abschnitt am ehemaligen römischen Donaulimes sehr stark mit dem Thema Römer verbunden. Die Tafeln sind unter anderem an jenen Orten zu finden, an denen Ausgrabungen und Funde aus der Römerzeit, wie zum Beispiel in Passau, Engelhartszell, Schlögen, Wilhering, Linz und Enns, vorhanden sind. Wo dies nicht der Fall ist, geben die Tafeln Auskunft über römische Erfindungen, Einrichtungen und Innovationen wie zum Beispiel: römische Zahlen, Religion, Rechtslehre, Wasser-, Abwasser- und Heizsysteme, die auch heute noch Anwendung finden.
Die touristische Zukunft der Römer in Oberösterreich
„Die Werbegemeinschaft Donau OÖ bereitet sich touristisch auf das Thema Römer rechtzeitig vor, da der Römische Donaulimes – die ehemalige Nordgrenze des Römischen Weltreichs zwischen Regensburg und dem Schwarzen Meer – in absehbarer Zeit zum Weltkulturerbe erklärt wird. 2018 wird sich in Oberösterreich zudem eine Landesaustellung mit den Römern und dem Römischen Donaulimes befassen. Die Thematik wird daher jetzt schon aufgearbeitet, buchbare Angebote rund um die Römerradrunde werden entwickelt und die Marketingaktivitäten sollen verstärkt werden“, meint Donau-Vorsitzender LT-Präs. Friedrich Bernhofer.
Fototext:
Tourismuslandesrat Viktor Sigl (links) und Donau-Vorsitzender LT-Präs. Friedrich Bernhofer (rechts) studieren eine der neuen Rastplatztafeln am Donauradweg in Oberösterreich.
(c) Land OÖ/Kauder



